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Lehrveranstaltungen Wintersemester 2019/2020

Prof. Dr. Willi Oberkrome

 

Titel:

Mitteleuropäische Nachkriegsgesellschaften 1944-1954

Kommentar:

 

Nach einer gründlichen Rekonstruktion jener Gewaltexzesse, die in Gestalt von mörderischen Kampfhandlungen, Luftkriegführung, Todesmärschen und politischen Repressionen dem Gebiet zwischen Rhein und Weichsel, zwischen Donau und Nordsee 1944/45 das Gepräge gaben, stehen Fragen nachUnterschieden und Gemeinsamkeiten in der sozialen und politischen Entwicklung der deutschen Teilstaaten und Polens sowie Österreichs und der entstehenden CSSR an. Das Interesse richtet sich auf die Praxis von Bevölkerungstransfers und den jeweiligen Umgang mit ihren Opfern bzw. – etwa im Hinblick auf die Displaced Persons – mit den ganz allgemein von ‚Heimatlosigkeit‘ betroffenen Zeitgenossen*innen. Sodann ist die Intensität und die Reichweite der ‚Stunde Null‘, d. h. das Problem der Kontinuitäten und der Brüche im herrschaftlich-sozialen Gefüge der Staaten, vergleichend auszumessen. Einen unverzichtbaren Themenblock bildet die Parallelität verschlungener transnationaler Problemkonstellationen, für welche dieStichworte Besatzungsherrschaft, Wohnungsnot, infrastrukturelles Chaos und Hungererfahrung pars pro totostehen. Vor allem in Bezug auf die drei Nachfolgeterritorien des Großdeutschen Reiches soll ergänzend den frühen Mustern einer spezifizierten Vergangenheitspolitik nachgegangen werden.

 

Die Vorlesung schließt mit einer Klausur.


Literatur:

Ian Kershaw, Das Ende. Kampf bis zum Untergang. NS- Deutschland 1944/45, München 2013; ders., Achterbahn. Europa 1950 bis heute, München 2019; Tony Judt, Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart, München 2006; Ulrich Herbert, Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert, München 2014.

 

 

Veranstaltungsart:

 

Vorlesung

 

Veranstalter:

 

Historisches Seminar - VB


Termin,Ort:                      


Freitag 10:00 – 12:00 Uhr (c.t.); 25.10.2019 - 14.02.2020, Kollegiengebäude II/HS 2004

 

 

Prof. Dr. Willi Oberkrome, Dr. Heinrich Schwendemann

 

Titel:

Freiburg im Nationalsozialismus

Kommentar

 

Die 2016 im Augustinermuseum gezeigt Ausstellung „Nationalsozialismus in Freiburg“ hat gezeigt, dass die Kenntnisse über die NS-Zeit der Stadt eher fragmentarisch sind. Forschungsergebnisse liegen etwa zur Verfolgung der Freiburger Juden im NS vor, zur Geschichte der Universität, zu einzelnen Persönlichkeiten und neuerdings auch zur Baupolitik, in anderen Bereichen wissen wir nur sehr wenig. Auch in Freiburg war das NS-Regime in Teilen der Bevölkerung populär – das ist bekannt. Aber: Welchen Anteil hatten daran sozialintegrative oder wirtschaftliche Maßnahmen, wie ausgeprägt war die Akzeptanz der NS-Obrigkeit, insbesondere des Oberbürgermeisters Kerber? Wie war die NS-Bewegung mit ihren Organisationen in den einzelnen Stadtteilen verankert, wie war die Resonanz im katholischen Milieu auf die nationalsozialistische Herausforderung? Gab es im Alltag Freiräume außerhalb des NS-Herrschaftsanspruchs? Teilnehmer des HS sollen die Bereitschaft mitbringen, engagiert Forschungen zu einzelnen Problemfeldern der lokalen NS-Geschichte zu betreiben.

 

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 15.03.2020.Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache i.d.R. zwischen dem 17. Februar und 05. April 2020.

 

Literatur:

Geschichte der Stadt Freiburg, Bd. 3, hrsg. von Heiko Haumann und Heinz Schadek, 2. Auflage, Freiburg2001; Nationalsozialismus in Freiburg. Begleitbuch zur Ausstellung des Augustinermuseums in Kooperation mit dem Stadtarchiv, hrsg. von Peter Kalchthaler u.a., Freiburg 2016; Kalchthaler, Peter, Stockhausen Tilman von(Hrsg.), Freiburg im Nationalsozialismus, Freiburg 2017; Clausing, Kathrin, Leben auf Abruf. Zur Geschichte der Freiburger Juden im Nationalsozialismus, Freiburg 2005.

 

 

Veranstaltungsart:   

 

Seminar

 

Veranstalter:

 

Historisches Seminar - VB

 

Termin,Ort:                       

 


Donnerstag 14:00 – 17:00 Uhr (c.t.); 24.10.2019 - 13.02.2020, Kollegiengebäude IV/Übungsraum 2

 

 

Prof. Dr. Willi Oberkrome

 

Titel:
Kolloquium



Kommentar:

 

 

 

 

 

Die Veranstaltung wendet sich an fortgeschrittene Studierende, die sich über die Standards von Abschlussarbeiten und von mündlichen Prüfungen informieren wollen. Kandidatinnen und Kandidaten sind herzlich eingeladen, eigene Projekte vorzustellen. Die Diskussion der Examens-, Magister-, BA-, Master-und Promotionsvorhaben dient zur Klärung allgemeiner methodologischer und inhaltlich-darstellerischer Probleme. Das Kolloquium bietet die Gelegenheit, Fragen und Probleme anzusprechen, deren Beantwortung im Seminarbetrieb gelegentlich zu kurz kommt. Darüber hinaus können wichtige historiographische Neuerscheinungen vorgestellt und besprochen werden.


Veranstaltungsart:            


Kolloquium

Veranstalter:

Historisches Seminar - VB


Termin, Ort:                

 

Montag 16:00 – 18:00 Uhr (c.t.); 21.10.2019 - 15.02.2020, Kollegiengebäude IV/HS 4429

 

 

 

Prof. Dr. Willi Oberkrome

 

Titel:                               


 

Endzeitkrieger im Vernichtungskrieg. Die Waffen-SS1933 bis 1945/80

 

Kommentar:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jede, sogar eine lediglich tentative Annäherung an die Geschichte der Waffen-SS ist dazu gezwungen, ihren Gegenstand aus einer ganzen Flut von bis zur Stunde populären Mythen, vergangenheitspolitischen Fehl-und teilweise sogar wissenschaftlich lancierten Desinformationen zu bergen. Vor allem der von hohen Waffen-SS-Führern in der zweiten Nachkriegszeit entwickelte Topos von den ‚Soldaten, wie andere auch‘ bedarf einer kritischen Auseinandersetzung. Zunächst soll in der Veranstaltung jedoch die Entstehungsgeschichte der bewaffneten SS-Verbände aus der Leibstandarte, den Verfügungstruppen und den Totenkopfverbänden untersucht werden. Der Aufbau schlagkräftiger Kampfeinheiten der SS, namentlich der ‚ordensfähigen‘, motorisierten Divisionen, wird sodann mit Hilfe der Kategorien entfesselter ‚Gewalt‘ vor und nach 1941 und der Funktionszuschreibungen im Kontext eines ‚Staatsschutzkorps‘ gänzlich neuen Typs zu analysieren sein. Der Umbau der Waffen-SS von einer ‚rassentheoretisch‘ elitären Formation zu einer heterogenen, multiethnischen, militärisch weithin dysfunktionalen Massenorganisation dürfte ebenfalls Anlass zu genauerer Betrachtung bieten.

 

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 15.03.2020.Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache i.d.R. zwischen dem 17. Februar und 05. April 2020.


 

Zu erbringende Prüfungsleistung:

 

Schriftliche Hausarbeit, Vortrag, gelegentliche kleinere schriftliche Arbeiten im Seminarverlauf, bibliographische Kompetenz, Thesenpapiere.

 

 

Literatur:

Jan Erik Schulte u. a. (Hg.), Die Waffen-SS. Neue Forschungen, Paderborn 2014; Jens Westemeier, HimmlersKrieger. Joachim Peiper und die Waffen-SS in Krieg und Nachkriegszeit, Paderborn 2014; Jochen Lehnhardt, Die Waffen-SS: Geburt einer Legende. Himmlers Krieger in der NS-Propaganda, Paderborn 2017; Klaus-Jürgen Bremm, Die Waffen-SS. Hitlers überschätzte Prätorianer, Darmstadt 2018.

 

 

Veranstaltungsart:

 

Seminar

 

Veranstalter:

 

Historisches Seminar - VB

Termin, Ort:                 

 

 

 Montag 10:00 – 13:00 Uhr (c.t.); 21.10.2019 - 15.02.2020, Kollegiengebäude IV/ÜR 2

 

 

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