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Lehrveranstaltungen Sommersemester 2019

Prof. Dr. Willi Oberkrome

 

Titel:

Der Zweite Weltkrieg

Kommentar:

 

Ohne den Asiatischen oder den Pazifischen Krieg ungebührlich vernachlässigen zu wollen, rückt die Veranstaltung den europäischen Kriegsschauplatz und damit den ‚Deutschen Krieg‘ in den Mittelpunktihres Interesses.

Dafür sprechen verschiedene systematische Gründe, etwa die curriculare Festlegung des Geschichtsunterrichts auf die ostmittel- und osteuropäische Geschichte, und weit mehr noch die bahnbrechenden neueren Forschungen zu Problemen des Antisemitismus, der Vernichtungspolitik, der nationalsozialistischen Planungsagenda im ‚Ostraum‘, der zählebigen ‚Führer-Bindung‘ unter Frontsoldatenoder der engen Kooperation von rückwärtigen Front- und Heeresgebieten als Verwaltungsinstanzen mit der unmittelbaren Täterkohorte aus Einsatzgruppen, SS-Brigaden und anderen Formationen der NS-Mord-und Repressionsmaschinerie. Essentielle Fragen wirft der Zustand der deutschen Gesellschaft im Krieg auf. Bildete sie die ‚raubökonomisch‘ verschweißte soziale Basis einer ‚Zustimmungsdiktatur‘ und, falls das zutrifft, wie lange und bis zu welchem Grade? In diesem Zusammenhang kommt dem vieldiskutierten ‚Ende‘, der faktischen Zerschlagung der deutschen Wehrmacht durch die Paralleloperationen des D-Days und der Bagration-Offensive herausragende Bedeutung zu. Wesentliche Entwicklungsprozesse in den mit Deutschland verbündeten, bereits seit 1943 kollabierenden Staaten und Regimen werden ergänzend behandelt.

 

Die Vorlesung schließt mit einer Klausur.

 

Literatur:

 

Mark Mazower, Hitlers Imperium. Europa unter der Herrschaft des Nationalsozialismus, München 2009; John Keegan, Der Zweite Weltkrieg, Berlin 2004; Birthe Kundrus, ‚Dieser Krieg ist der große Rassenkrieg‘. Krieg und Holocaust in Europa, München 2018.

 

 

Veranstaltungsart:

 

Vorlesung

 

Veranstalter:

 

Historisches Seminar - VB

Termin,Ort:                       

 

Freitag 10:00 – 12:00 Uhr (c.t.); 26.04.2019 - 26.07.2019, Kollegiengebäude II/HS 2004

 

 

 

Titel

Theorie und Methoden der Geschichtswissenschaft

Kommentar

 

Das Seminar verfolgt zwei Anliegen. Erstens sollen Methoden, Inhalte und theoretische Orientierungen der deutschsprachigen Geschichtswissenschaft im 19. und 20. Jahrhundert nachgezeichnet werden. Möglicherweise lassen sich dabei einige Wissenslücken über die ‚kleindeutsche Schule‘, die‚ Rankerenaissance‘, die Selbstnazifizierung des Faches und ihre Grenzen, die ‚Bielefelder Schule‘ usw. kursorisch schließen. Zweitens erscheint es geboten, aktuelle Herausforderungen des überkommenen disziplinären Selbstverständnisses zu diskutieren. Sie sind in mindestens zweifacher Hinsicht auszumachen: Einerseits wird den Fachvertreter*innen – nicht nur in Ostmitteleuropa – offiziell, aber auch aus den ‚eigenen‘ Reihen nahegelegt, ihre professionelle Hauptaufgabe in der Vermittlung von nationaler Ehre, von Liebe zum Vaterland und von (staats- bzw. nationalkonfessionell konnotierter) Glaubensstärke zu erkennen. Wie geht man als Historiker*in mit dieser Aufforderung um? Andererseits vollzieht sich eine partiell stupende Selbstveräußerung fachlicher Standards vor dem Hintergrund beschleunigter quellen- und fachsprachlicher, nicht zuletzt auch diskurs- und verständigungspraktischer Transformationen in normativ-optimierender Absicht. Eine „wertschätzende“ Sprache wird als Gegensatz zum argumentativen Schlagabtausch eingefordert, die didaktische und hermeneutische Verwendbarkeit quellenauthentischer Begrifflichkeiten in Abrede gestellt, sofern sie geeignet erscheinen, diskriminierend oder gar verletzend wahrgenommen zu werden. Ohne eilfertige‚ Lösungen‘ bei der Hand zu haben, verdient wohl auch diese Entwicklung problematisiert zu werden.

 

Zu erbringende Prüfungsleistung:

Vortrag, gelegentliche kleinere schriftliche Arbeiten im Seminarverlauf, bibliographische Kompetenz, Thesenpapiere.

 

 

Literatur:

 

Pawel Machcewicz, Der umkämpfte Krieg. Das Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig. Entstehung und Streit, Wiesbaden 2018; Christoph Conrad (Hg.), Die Nation schreiben. Geschichtswissenschaft im internationalen Vergleich, Göttingen 2002.

 

Empfehlung

Das Seminar richtet sich ausschließlich an Studierende der Masterstudiengänge.

 

 

 

Veranstaltungsart:   

 

Seminar

 

Veranstalter:

 

Historisches Seminar - VB

 

Termin,Ort:                        

 

 

Mittwoch 8:00 – 10:00 Uhr (c.t.); 24.04.2019 - 24.07.2019, Kollegiengebäude IV/HS 4429

 

 

 

Titel: Kolloquium

Kommentar:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Veranstaltung wendet sich an fortgeschrittene Studierende, die sich über die Standards von Abschlussarbeiten und von mündlichen Prüfungen informieren wollen. Kandidatinnen und Kandidaten sind herzlich eingeladen, eigene Projekte vorzustellen. Die Diskussion der Examens-, Magister-, BA-, Master-und Promotionsvorhaben dient zur Klärung allgemeiner methodologischer und inhaltlich-darstellerischer Probleme. Das Kolloquium bietet die Gelegenheit, Fragen und Probleme anzusprechen, deren Beantwortung im Seminarbetrieb gelegentlich zu kurz kommt. Darüber hinaus können wichtige historiographische Neuerscheinungen vorgestellt und besprochen werden.

 


 

 

 

 

 

 

 

Veranstaltungsart:              

 

Kolloquium

 

Veranstalter:

 

Historisches Seminar - VB

Termin, Ort:

 

Montag 16:00 – 18:00 Uhr (c.t.); 29.04.2019 - 22.07.2019, Kollegiengebäude IV/HS 4429

 

 

 

 

 

 

Dr. Birgit Metzger, Dr. Peter Itzen

 

Titel:                                 

Die Entfesselung des Prometheus. Technik,Wissenschaft, Infrastruktur im 19. und 20. Jahrhundert

 

Kommentar

Mehrere Jahrzehnte ist es her, dass der amerikanische Wirtschaftshistoriker David Landes seinen Klassiker zur Wirtschafts- und Technikgeschichte der Neuzeit veröffentlichte. Fast fünfzig Jahre später lohnt sich die Auseinandersetzung mit ihr mehr denn je. Denn die Technikgeschichte hat in der vergangenen Zeitmehrere Impulse bekommen und selbst gesetzt, die sie zu einer der besonders innovativen Gebiete der Geschichtswissenschaft machen. In der Übung wollen wir uns mit diesen neuen Entwicklungen auseinandersetzen und zugleich Brücken zu benachbarten Teildisziplinen schlagen. Zu den neuen Ansätzen gehören der sogenannte „material turn“, der unter anderem die Bedeutung und Eigengesetzlichkeit von Materialität gegenüber ihrer Wahrnehmung hervorhebt, die von Dirk van Laak mitbegründete Infrastrukturgeschichte sowie eine Verknüpfung mit neuen Themen der Wissenschaftsgeschichte. Diese undweitere Ansätze wollen wir in der Lehrveranstaltung diskutieren und nach ihrem Mehrwert für ein Verständnis der Geschichte der Moderne fragen.

 

Literatur

Dirk van Laak, Alles im Fluss. Die Lebensadern unserer Gesellschaft – Geschichte und Zukunft der Infrastruktur, Frankfurt a.M. 2018; Bernhard Rieger, Technology and the Culture of  Modernity in Britain and Germany, 1890-1945, Cambridge 2005; Per Högeselius u.a., Europe’s Infrastruktre Transition. Economy, War,Nature, Basingstoke 2016 (Making Europe: Technology and Transformations, 1850-2000); Joachim Radkau, Technik in Deutschland. Vom 18. Jahrhundert bis heute, Frankfurt/New York 2008.

 

 

Veranstaltungsart:

 

Übung

 

Veranstalter:

 

Historisches Seminar - VB

Termin, Ort:

 

 

Dienstag 12:00 – 14:00 Uhr (c.t.); 23.04.2019 - 27.07.2019, Kollegiengebäude IV/HS 4429

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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