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Dr. Peter Itzen

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Lehrbeauftragter, Habilitand am Historischen Seminar der Universität Freiburg und Lehrer für Geschichte am Internatsgymnasium Birklehof (Hinterzarten).


Tel. 07652 /2399950  (priv.)
peter.itzen@geschichte.uni-freiburg.de

 

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte:

          
  • -          Sozial- und Religionsgeschichte Großbritanniens im 20. Jahrhundert
  • -          Geschichte von Risiken, Zufällen und Unfällen im 19. und 20. Jahrhundert
  • -          Sozial- und Alltagsgeschichte Nordwestdeutschlands im 19. und 20. Jahrhundert
  • -          Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts
  • -          Geschichte der Legitimation staatlicher Herrschaft

 

 

Ausbildung und berufliche Laufbahn:

 

1996 – 2002: Studium der Neueren und Neuesten Geschichte und des Öffentlichen Rechts in Bonn, Glasgow und Freiburg

 

2002: Magister Artium (Titel der Arbeit: „Herrschaftsverständnis bei Oliver Cromwell. Das Problem der Legitimation“)

 

2002 – 2005: Volontär und Redakteur bei der Ostsee-Zeitung, Rostock

 

2007 – 2009: Stipendiat des Evangelischen Studienwerks Villigst e.V.

 

2007: Stipendiat des Deutschen Historischen Instituts London

 

2009: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte

 

2010: Abschluss des Promotionsprojekts „Streitbare Kirche: Die Church of England vor den Herausforderungen des Wandels 1945-1990“

 

2013/14 und 2015/16: Junior Fellow am Freiburg Institute for Advanced Studies

          

seit 2016: Habilitand am Historischen Seminar der Universität Freiburg und Lehrer für Geschichte am Internatsgymnasium Birklehof (Hinterzarten)

            

             

Aktuelles Forschungsprojekt:

 

Tod auf den Straßen – ein Forschungsprojekt zur Geschichte des Verkehrsunfalls in Deutschland


Seit 1950 sind in Deutschland mehr als 768.000 Menschen auf deutschen Straßen gestorben und sage und schreibe mehr als 30 Millionen Menschen verletzt worden. Doch trotz dieser dramatischen Zahlen ist die Geschichte von Verkehrsunfällen und ihrer Opfer in Deutschland bisher nicht untersucht worden. Diese Lücke soll das Forschungsprojekt ‚Tod auf den Straßen‘ schließen. Es behandelt die Geschichte dieses Alltagsrisikos und seine gesellschaftliche Bewertung von der Mitte des 19. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Dabei geht es um technische, medizinische, politische und juristische Entwicklungen. Vor allem jedoch lässt sich der Umgang mit Verkehrsunfällen als eine Geschichte von sozialen Konflikten verstehen, die eng mit Vorstellungen von Recht und Gerechtigkeit verbunden waren (und sind) und damit zentrale politische und gesellschaftliche Fragen berühren.

 

Weitere Informationen:

 

 

Warum eine Geschichte des Verkehrsunfalls geschrieben werden muss [PDF-Datei]

 

 

 

 Auswahl von Publikationen:

 

Peter Itzen, Wo liegt das Königreich des Himmels? Der Streit um die politische Funktion des 

Glaubens in Großbritannien in den 1970er  und 1980er Jahren, in: Aleksandra Lewicki u.a. (Hgg.), Religiöse Gegenwartskultur. Zwischen Integration und Abgrenzung, Münster 2012, pp. 101-118.

 

Peter Itzen, Streitbare Kirche. Die Church of England vor den Herausforderungen des Wandels, 1945-1990, Baden-Baden 2012.

 

Peter Itzen/Christian Müller (Hgg.), The Invention of Industrial Pasts. Heritage, political culture and economic debates in Great Britain and Germany, 1850-2010, Augsburg 2013.

 

Peter Itzen/Christian Müller, Industrial Heritage in Late Modern Industrial Societies – Britain and Germany in a comparative perspective, in: dies. (Hgg.), The Invention of Industrial Pasts. Heritage, political culture and economic debates in Great Britain and Germany, 1850-2010, Augsburg 2013, S. 1-11.

 

Peter Itzen, The Politics of De-Industrialisation: Industrial Regions, Political Allegiances and Electoral Systems in West Germany and the United Kingdom, in: dies. (Hgg.), The Invention of Industrial Pasts. Heritage, political culture and economic debates in Great Britain and Germany, 1850-2010, Augsburg 2013, S. 68-89.

 

Peter Itzen/Simone Müller, Risk in the 20th century. Hazards as a Topic for Historical Research, HSR 41 (2016).

 

Peter Itzen/Simone Müller, Risk as a Category of Analysis for a Social History of the Twentieth Century: An Introduction, in: HSR 41 (2016), S. 7-30.

 

Peter Itzen, Who is Responsible in Winter? Traffic Accidents, the Fight against Hazardous Weather and the Role of Law in a History of Risks, in: HSR 41 (2016), S. 154-175.

 

Peter Itzen, Aus Verkehrsunfällen lernen? Der Tod auf deutschen Straßen und die vergangenen Träume des 20. Jahrhunderts, in: ZF/SCH 14 (2017), S. 511-525.

 

Peter Itzen, Die Wiederentdeckung des Unfalls: Der Rückgang der Verkehrstoten-Zahlen im sozial- und kulturgeschichtlichen Kontext, PHF 2018 (im Erscheinen).

 

Eva von Contzen/Tobias Huff/Peter Itzen (Hgg.), Risikogesellschaften. Literatur- und geschichtswissenschaftliche Perspektiven, Bielefeld 2018.

 

Eva von Contzen/Tobias Huff/Peter Itzen, Risikogesellschaften: Eine Einführung. Reden über Risiken jenseits der Disziplinengrenzen, in: dies. (Hgg.), Risikogesellschaften. Literatur- und geschichtswissenschaftliche Perspektiven, Bielefeld 2018, S. 7-32.

 

Rezensionen für Hsozkult, VSWG, Neue Politische Literatur, gfh

 
 
Tagungsorganisation:
 

    

10.2008             Religiöse Gegenwartskultur. Zwischen Integration und Abgrenzung (Universität Göttingen)

 

05.2010             Industry and Industrial Heritage in Britain and Germany (ADEF Jahrestagung/Thyssen-Stiftung)

 

07.2014             Risks in the 20th century. Hazards as a topic for historical research (FRIAS)

 

11.2015             Kontinuität und Wandel von Vorsorgeregimen und Risikodebatten (FRIAS/Thyssen-Stiftung)

 

06.2016             Accidents and the State in the 20th century (FRIAS)

 

10.2017              Vorbeugen, managen, einhegen: Das Militär und seine Risiken (1880-1980) (FRIAS/USIAS)  

 

 

        

Beispiele für Wissenstransfer:

 

 

"Risiko auf Rädern - die Geschichte des Verkehrsunfalls", Radiointerview zum Verkehrsprojekt für Radio Regenbogen am 29.08.2014. Anmoderation: "Jetzt von der Uni Freiburg. Was ist besser: Ein besoffener Mann am Steuer – oder stattdessen seine nüchterne Frau? Das wurde vor 80 Jahren in Deutschland heiß diskutiert. Kein Witz! Ein Freiburger Wissenschaftler erforscht die Geschichte des Verkehrsunfalls. Ganz am Anfang als es noch Pferdekutschen gab, entstanden die ersten Verkehrsregeln. Und die waren für heutige   Verhältnisse ziemlich merkwürdig ..."

Download der MP3-Datei

 

Radiobeitrag im SWR2 am 06.02.2012:

Die Anglikanische Kirche zwischen Tradition und Moderne [PDF-Datei]

Tagesspiegel vom 9.5.2018: Die verdrängten Toten im Straßenverkehr

 

 

Abgeschlossene Projekte:

 

Streitbare Kirche. Die Church of England vor den Herausforderungen des Wandels (1945-1990)

Wie ändert sich das politische Selbstverständnis einer Kirche in einer modernen, offenen Gesellschaft, und welchen Einfluss kann sie noch ausüben? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Studie „Streitbare Kirche“ am Beispiel der Geschichte der Church of England nach 1945.

Wie in vielen westlichen Ländern verlor das Christentum in Großbritannien nach dem Zweiten Weltkrieg an Bedeutung. Doch der Church of England gelang es, sich diesen veränderten Bedingungen anzupassen und wichtige politische und gesellschaftliche Debatten nach 1945 zu beeinflussen. Im Zuge dieses Anpassungsprozesses veränderte die Kirche ihre Arbeitsstrukturen, professionalisierte ihre politische Tätigkeit, schmiedete neue Allianzen und diskutierte kontrovers über mögliche theologische Begründungen ihrer Politik.

Die Auflösung des Empires, die zunehmende Immigration aus dem Commonwealth, die gesellschaftliche Liberalisierung in den 1960er Jahren, die industrielle Krise in den 1970er und 1980er Jahren – zu allen zentralen gesellschaftlichen und politischen Fragen Großbritanniens versuchten Bischöfe und andere Vertreter der Church of England, Position zu beziehen und die Diskussion zu beeinflussen, zum Teil durchaus mit Erfolg. Dies galt nicht zuletzt in den 1980er Jahren, als Kirchenvertreter zu profilierten Gegnern der konservativen Regierung Margaret Thatchers wurden.

(erschienen im Nomos-Verlag unter dem Titel: ‚Streitbare Kirche. Die Church of England vor den Herausforderungen des Wandels 1945-1990, Baden-Baden 2012.‘)

 

Radiobeitrag im SWR2 am 06.02.2012:

Die Anglikanische Kirche zwischen Tradition und Moderne [PDF-Datei]



The Invention of Industrial Pasts. Heritage, Political Culture and Economic Debates in Great Britain and Germany, 1850-2010 (gemeinsam mit Christian Müller)

The essays in this volume trace the diverse uses of local and national industrial heritage cultures in an environment of changing European and worldwide industrial and economic settings. Our contributors illustrate how architects, intellectuals, politicians, and curators in Britain and Germany tried to preserve the heritage which was built and transformed over the last two centuries. The volume focusses on how life in industrial societies is remembered on political and general public levels, and how this memorial culture shapes everyday-life, forms new institutions and associations and informs political and social debates. The different perspectives which are combined in this volume aim to provide an introduction into the various fields and topics of industrial heritage within the broader research context of memory, identity and heritage studies in modern history.

Contributors: Stefan Berger, Walter Buschmann, Peter Itzen, Kati Layton-Jones, Peter Mandler, Christian Müller, Emily Robinson, Jörg Roesler, Richard Stinshoff.

(erschienen im Wißner-Verlag 2013)

 

Lehrveranstaltungen (Universität Freiburg):

 

 

SS 2007 
Proseminar: Die Ära Honecker: Die DDR in den 1970er und 1980er Jahren
 

SS 2009 
Übung: Säkularisierung oder Rückkehr der Religion?
Proseminar: Eine kommode Diktatur? Einführung in die Geschichte der DDR
 

WS 2009/10 
Proseminar: Staat und Gesellschaft des deutschen Kaiserreichs
Proseminar: Zeiten des Aufbruchs, Zeiten des Beharrens: Großbritannien im 18. Jahrhundert
 

SS 2010
Proseminar: Einführung in die Umweltgeschichte, 1700 -1990
Proseminar: Recht und Verbrechen in der Frühen Neuzeit
 

WS 2010/11
Proseminar: Bevölkerungsgeschichte und Bevölkerungsdebatten 1700-1990
Proseminar: Wirtschaftsgeschichte Europas in der Frühen Neuzeit, 1500-1800
 

SS 2011
Proseminar:  Einführung in die Sozialgeschichte der Religion
Proseminar: Wirtschaftsgeschichte Europas im 19. Jahrhundert
 

WS 2011/2012
Proseminar: Automobilwirtschaft, Mobilität und moderne Gesellschaft im 20. Jahrhundert
Übung: Gesellschaft in der Frühen Neuzeit 
 

SS 2012
Proseminar: Die europäische Pioniergesellschaft - Wirtschaft, Gesellschaft, Religion und Politik im Großbritannien des 18. Jahrhunderts
Proseminar: Risiken, Risikendebatten und Risikenbewältigung 1600-2000    
 

WS 2012/2013
Proseminar: Vernetzte Welten - Infrastruktur, Kommunikation, Handel und Verkehr im 19. und 20. Jahrhundert   

Proseminar: Leben im Sozialismus: Wirtschaft, Gesellschaft und Alltag in der Geschichte der DDR   
 

SS 2013
Proseminar: Die Verlängerung des Lebens: Einführung in die Medizingeschichte des 20. Jahrhunderts
Proseminar: Die Industrielle Revolution
Übung: Gibt es einen „religious turn“? Einführung in die Sozialgeschichte der Religion

 

WS 2014/15
Proseminar: Gesellschaft, Wirtschaft und Alltag im deutschen Kaiserreich
Übung: Einführung in die Technikgeschichte

 

SS 2015

Proseminar: Alltag, Wirtschaft und Gesellschaft in der Geschichte der Weimarer Republik

 

SS 2017

Übung (gemeinsam mit Birgit Metzger): Unfälle und Zufälle im Zeitalter der Industriellen Moderne (1850-1970)

 

WS 2017/18

Übung (gemeinsam mit Birgit Metzger): Genuss- und Rauschmittel im 19. und 20. Jahrhundert

 

SS 2018

Übung: Kriminalität, Gewalt und der moderne Staat im 19. und 20. Jahrhundert

 

WS 2018/19

Proseminar: Die Industrielle Revolution

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