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ENTFÄLLT: Andreas Renner (München): Russlands Seeweg in die Globalisierung. Die Nordostpassage im langen 19. Jahrhundert

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  • Kolloquium
Wann 04.06.2024
von 18:15 bis 19:45
Wo KG IV, Raum 4429
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Wir laden Sie herzlich zu unserer nächsten Kolloquiumsveranstaltung mit Andreas Renner am Dienstag, 4. Juni 2024, ein, die in Kooperation mit der Professur für Neuere und Osteuropäische Geschichte stattfinden wird. Andreas Renner wird einen Vortrag zu Russlands Seeweg in die Globalisierung. Die Nordostpassage im langen 19. Jahrhundert halten. Für mehr Informationen zu den Inhalten des Vortrages siehe das Abstract unten. 

Die Veranstaltung findet von 18:15–19:45 Uhr in Raum 4429 (KG IV) statt. 

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

 

Poster Renner

 

Russlands Seeweg in die Globalisierung. Die Nordostpassage im langen 19. Jahrhundert

In Mary Shelleys Roman „Frankenstein“ bildet das Nordpolarmeer nördlich von Russland den Rahmen für die berühmte Geschichte von Viktor Frankenstein und seinem Monster, das schließlich in den eisigen Norden flieht. Der polare Schauplatz symbolisiert den desolaten Zustand von Viktors Geist und dient als Kulisse für die Geschichte über die zerstörerischen Folgen der unkontrollierten Ambitionen des Wissenschaftlers. Shelley schrieb ihren Klassiker zu Beginn des „Arktisfiebers“ im postnapoleonischen Großbritannien, als Dutzende von Expeditionen aufbrachen, um die Nordwestpassage zu öffnen oder den Nordpol zu erreichen. Im „langen“ 19. Jahrhundert waren die wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Interessen der Großmächte untrennbar mit ihren nationalen Ambitionen auf Ruhm verbunden. Auch die nördlichste Region des Globus war in die Rivalität zwischen den Großmächten um Einfluss und Prestige verwickelt. Diese Geschichte wird häufig durch die Brille berühmter britischer oder skandinavischer Entdecker erzählt. Mein Vortrag wird sich auf den weniger erforschten russischen Beitrag zu diesem globalen Wettbewerb konzentrieren. Er beginnt in den späten 1790er Jahren in Archangelsk, wo Frankenstein sich auf die Suche nach seiner Schöpfung begab und wo der reichste Kaufmann der Stadt, Wilhelm Brandt, von einem Handelsimperium träumte, das Amerika und Ostasien durch die Nordostpassage nördlich von Sibirien verbinden sollte.

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