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Daniel Jankowski (Braunschweig): Plakativer Protest: Visueller Widerstand gegen Eindeichungsprojekte im Wattenmeer

— abgelegt unter:

Was
  • Kolloquium
Wann 13.11.2025
von 18:15 bis 19:45
Wo KG IV, 4429
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Wir laden Sie herzlich zu unserer ersten Kolloquiumsveranstaltung mit Daniel Jankowski am 13. November 2025 ein. Daniel Jankowski wird einen Vortrag zu Plakativer Protest: Visueller Widerstand gegen Eindeichungsprojekte im Wattenmeer halten. Für mehr Informationen zu den Inhalten des Vortrages siehe das Abstract unten.

 

Die Veranstaltung findet von 18:15–19:45 Uhr in Raum 4429 (KG IV) statt. 

 

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

 Poster Daniel Jankowski Updated

 

Plakativer Protest: Visueller Widerstand gegen Eindeichungsprojekte im Wattenmeer 

Nach der Sturmflut 1962 planten die Wasserbaubehörden Schleswig-Holsteins an der Küste der Nordstrander Bucht das größte jemals an der deutschen Nordseeküste umgesetzte Eindeichungsprojekt. Aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten und Differenzen zwischen den verschiedenen am Planungsprozess beteiligten Gruppen nahm die Planungsphase für dieses Großvorhaben mehr als 20 Jahre in Anspruch. Anhand von zeitgenössischen Plakaten der Schutzstation Wattenmeer und der Aktionsgemeinschaft Nordseewatten gibt der Vortrag einen Einblick in die Diskussionen um die Eindeichung. Gegen wen positionierten sich die Umwelt- und Naturschützer*innen? Welche Argumente formulierten sie in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren, um die scheinbar unausweichliche Transformation der Küstenlandschaft anhand ihres Verständnisses dieser Umwelt zu beeinflussen?

Anhand der Plakate wird gezeigt, dass die Grafiker*innen die semiotische Verknüpfung des Wortes „Watt“ mit dem Verlust spezifischer Eigenschaften des Ökosystems durch großräumige Eindeichungen zum zentralen Argument ihres Protests machten. Die von den Umweltschützer*innen genutzte Bildsprache kommunizierte in der Plakatserie ökosystemischen Zusammenhänge innerhalb der Landschaft, die zuvor in den Debatten eine eher untergeordnete Rolle gespielt hatten. Die bildhistorische Perspektive auf den Protest der Umwelt- und Naturschutzbewegung trägt dazu bei, das Argument besser greifbar zu machen, da die Akteur*innen die Losungen der Plakate konzise formulieren und darstellen mussten, um sie möglichst breit in die Gesellschaft kommunizieren zu können.

 

 

 

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